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fondsweb.de - Bulle und Bär: 20 Jahre DAX-Bilanz 19.03.20 Meldung

(boerse-online) - Vor 20 Jahren übertraf der DAX erstmals die 8000-Punkte-Marke. Welche Lehren Anleger daraus bis heute ziehen können

Wie riskant ist es, wenn man bei einem DAX-Hoch noch in Aktien einsteigt? Das werden sich momentan viele Anleger fragen, die am 17. Februar 2020 einen DAX-ETF gekauft haben. An diesem Tag erreichte der DAX sein jüngstes Rekordhoch bei 13.784 Punkten, ehe die Corona-Krise ihn auf Talfahrt schickte. Was die nächsten Monate bringen werden, bleibt vorerst ungewiss. Ein Blick in die Historie mag heutigen Anlegern aber helfen. Auch vor 20 Jahren erreichte der DAX ein neues Rekordhoch. Am 7. März 2000 schloss er bei 8065 Punkten und durchbrach erstmals die Marke von 8000 Punkten, auf die Anleger in den Wochen zuvor hingefiebert hatten. Zugleich markierte dieser Tag den Beginn einer Baisse, die den DAX bis zum 12. März 2003 bis auf 2202 Punkte nach unten schickte: ein DAX-Minus von 70 Prozent innerhalb von drei Jahren, das heute noch etliche Anleger von der Börse fernhält. Doch wie gut hätten Anleger abgeschnitten, wenn sie vom März 2000 bis heute investiert geblieben wären? Seither hat der DAX um rund 20 Prozent zugelegt, was einer jährlichen Rendite von 0,9 Prozent entspricht. Die Lehre daraus: Wer beim Hoch einsteigt und nach einem Crash verkauft, kann langfristig Geld verdienen. Auch wenn die Erträge nicht üppig sind. Wer am Tief einsteigt, kann dagegen üppige Renditen erzielen. Von März 2003 bis heute hätte der DAX um 335 Prozent zugelegt, was zu einem jährlichen Zuwachs von 7,6 Prozent geführt hätte. Dass Anleger solche Hoch- und Tiefpunkte erwischen, ist aber sehr unwahrscheinlich. Niemand hat schließlich eine Glaskugel. Realistischer wären Renditen zwischen fünf bis sechs Prozent gewesen, wenn Anleger über regelmäßige Raten schrittweise in Aktien eingestiegen wären. Zudem ist es ratsam, sein Kapital auf verschiedene Anlageklassen aufzuteilen. Wer im März 2000 zum DAX beispielsweise 40 Prozent Bundesanleihen und zehn Prozent Gold beigemischt hätte, hätte bei einer konstanten Aufteilung seither rund 108 Prozent oder 3,7 Prozent pro Jahr verdienen können.



Quelle:
fondsweb.de